Wirtschaftswoche „Make a Change“
Im Rahmen der Wirtschaftswoche unter dem Motto „Make a Change“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 4A und 4D intensiv mit dem Thema Fast Fashion. Ziel der Woche war es, ein Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Verhaltens zu schaffen und Möglichkeiten für einen nachhaltigeren Umgang mit Mode kennenzulernen.
Den Einstieg bildete eine Dokumentation über Fast Fashion, die die ökologischen und sozialen Folgen der schnelllebigen Modeindustrie aufzeigte. Dabei wurde deutlich, wie stark Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch und problematische Arbeitsbedingungen mit der Produktion günstiger Kleidung zusammenhängen. „Mir war vorher nicht bewusst, wie viel Wasser für ein einziges T-Shirt verbraucht wird.“ Oder „Ich möchte in Zukunft bewusster einkaufen“, meinte etwa eine Schülerin. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich überrascht von den Ausmaßen der Problematik.
Ein Highlight war der Vortrag von Theresa Martin zum Thema „Capsule Wardrobe“. Dabei erklärte sie das Konzept einer minimalistischen Garderobe, die aus wenigen, gut kombinierbaren Kleidungsstücken besteht. Im Anschluss starteten die Schülerinnen und Schüler einen Selbstversuch, bei dem sie ihren eigenen Kleiderschrank und ihr Kaufverhalten reflektierten.
Auch ein Besuch bei WAMS, einer caritativen Einrichtung zur Kleidersammlung, stand auf dem Programm. Dort erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Wiederverwendung von Kleidung und die wichtige soziale Arbeit der Organisation. Viele waren beeindruckt davon, wie gespendete Kleidung weitergegeben und sinnvoll genutzt werden kann. Ein Schüler sagte: „Der Besuch bei WAMS hat mir gezeigt, dass Kleidung einen viel längeren Lebenszyklus haben kann, wenn man sie weitergibt.“
Zum Abschluss der Wirtschaftswoche gestalteten die Schülerinnen und Schüler Plakate, auf denen sie präsentierten, wie sich ihr eigenes Verhalten in Bezug auf Fast Fashion verändert hat. Dabei wurden persönliche Erkenntnisse und Vorsätze sichtbar gemacht. „Die Capsule Wardrobe“ hat mir geholfen zu merken, dass man gar nicht so viele Sachen braucht, um gut angezogen zu sein.“, meinte eine Schülerin.
Die Wirtschaftswoche „Make a Change“ zeigte eindrucksvoll, dass kleine Veränderungen im eigenen Verhalten einen großen Unterschied machen können. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen sich vor, künftig bewusster einzukaufen, Kleidung länger zu tragen oder Second-Hand-Angebote stärker zu nutzen.